07.07.23 | 10:30 - 12:30 Uhr

Lebendig begraben: Auf(er)stehen nach dem Trauma 

Stefan Glasstetter

Bei der Arbeit mit schwer traumatisierten Menschen kann man stets ein Pendeln zwischen „funktionierendem“ Hyperarousal (Sympathikus) und „vermeidendem“ Hypoarousal (Parasympathikus) beobachten. Besonders deutlich wird dies bei dissoziativen Zuständen, die oft auf Flashbacks folgen und bei Betroffenen erneut das Gefühl des Kontrollverlustes auslösen.

Lebendiges Teilnehmen am Leben jedoch sieht anders aus: nach der Polyvagaltheorie von S. Porges ist ein lebendiges Teilnehmen am gesellschaftlichen Miteinander nur möglich, wenn der ventrale Vagus (parasympathisches NS) aktiv ist. Nur dann haben Menschen die Grundlage für positive Emotionen, für Lernen, Wohlbefinden und für  soziale Aktivitäten mit Freunden und Angehörigen.

 

Der Workshop soll daher sowohl eine kurze Einführung für interessierte Fachkräfte bieten, die sich dem Themenfeld Trauma nähern wollen, als auch die wunderbaren und vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen, bei der Arbeit mit betroffenen KlientInnen bewältigende und stabilisierende Selbstfürsorge einzuüben, damit diese wieder auf(er)stehen und lebendig am Leben teilnehmen können. 

Neben Impulsvorträgen werden Einzelthemen in kleineren Workshoprunden eingeübt und vertieft.