07.07.23 | 14:00-16:00 Uhr

Was wir mit der Zombie-Metapher über Lebendigkeit lernen können 

Rafiu Raji


Zombies sind als Untote Symbol für unlebendigen Lebens. In unserem Workshop werden wir Zombies als Metapher für die Abwesenheit von Lebendigkeit nutzen. Mit Hilfe der Bestimmung zombiehafter Merkmale entsteht eine Kontrastfolie, die Aspekte der Lebendigkeit hervorhebt, die in einer rein positiven Definition vergraben bleiben.

Was verbindet die unterschiedlichen Zombietypen und was lässt sich daraus über Lebendigkeit lernen? So kann beispielsweise das Starren auf einen Bildschirm zombiehafte Zustände in uns auslösen. Von den sogenannten Smartphonezombies (Smombies) auf den Gehwegen der Stadt bis zu den Zoom-bies im Homeoffice ließe sich eine heterogene Population von Bildschirmzombies ausmachen. Ist der Bildschirm ein technisches Artefakt, das Lebendigkeit abschirmt, indem es sich zwischen die Menschen schiebt? Welches kritische Potential enthält eine Zombologie für die Beratung, wenn sich in ihr das Erleben von Unlebendigkeit widerspiegeln kann?


RAFIU RAJI
geboren 1976 in Hamburg, begonnenes Studium der Psychologie in Hamburg, vollendetes Studium der Philosophie und Kulturreflexion an der Universität Witten/Herdecke. Seine theoretischen Schwerpunkte spannen einen Bogen von der soziologischen Systemtheorie bis zu Fragen der philosophischen Praxis. Als Projektphilosoph dekontextualisiert er tradierte Kultur- und Wissenspraxen und versucht über die Form des Projekts über die Form des Projekts die Kluft zwischen Philosophie und Nicht-Philosophie zu überbrücken.